Klassik-Openair eröffnen Audi Sommerkonzerte

von Isabella Kreim

Mit beiden Openair-Konzerten, am Freitag wie am Samstag ist der Spagat zwischen lockerer Picknickunterhaltung und anspruchsvollem klassischen Konzert bestens gelungen.
Beim zweiten, dem populäreren Abend entführten das Georgische Kammerorchester Ingolstadt unter der Leitung seines Chefdirigenten Ruben Gazarian mit dem Pianisten Fazil Say und Gershwins beliebter Rhapsody in Blue und einer zarten Ballettsuite von Aaron Copland sowie  die unter ihrem neuen Leiter Pietro Sarno sehr geschliffen und schlank spielende Audi Bläserphilharmonie mit Broadway-Flair in das Traumland Amerika. "Sehnsuchtsorte" ist das Motto des diesjährigen Festivals unter der neuen Leitung von Melanie Goldmann und Ruth Schwerdtfeger.
Am Freitag gelang es dem diesjährigen Fokus-Künstler der Audi Sommerkonzerte, dem finnischen Geiger Pekka Kuusisto, sofort einen direkten Kontakt zum Publikum herzustellen. Das großartige, von Claudio Abbado begründete Mahler Chamber Orchestra sorgte stehend spielend und von Pekka Kuusisto aus der Konzertmeisterposition geleitet, für ein herausragendes Konzerterlebnis. Grieg, Sibelius, finnische Folklore und elektronische Geigenimprovisationen von Pekka Kuusisto brachen die Grenzen zwischen Klassischer Musik, zeitgenössischen Sounds und gehobener Unterhaltung abwechslungsreich auf, bevor der Abend mit Beethovens 1. Sinfonie ausklang: Melancholie und Lebensfreude, Vertrautes und Unkonventionelles in einer bestens austarierten Mischung.

Sie hören ein Gespräch mit Pekka Kuusisto und dem Tonmeister der beiden Abende, Gero Meissner - auch darüber, ob man einen mit Teppichboden ausgelegten Kongresssaal tontechnisch als Konzertsaal hochrüsten kann - als Ausweichquartier für den Ingolstädter Festsaal.

Kulturkanal am 16.07.2018
    
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