Motettenchor singt Händels "Judas Maccabäus"

Motettenchor singt Händels "Judas Maccabäus"

von Isabella Kreim

Der ca. 90köpfige Ingolstädter Motettenchor singt am kommenden Sonntag, 24.11., unter der Leitung von Eva-Maria Atzerodt das Oratorium "Judas Maccabäus" von Georg Friedrich Händel im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt.

Nach dem "Messias" ist "Judas Maccabäus" bis heute Händels populärstes Oratorium und zur Entstehungszeit 1747 war es sowieso ein Kassenschlager.
Georg Friedrich Händel, der in London erfolgreiche Komponist aus Halle, war durchaus auch sehr geschäftstüchtig.
Er hat gut daran verdient, die richtigen Stoffe zur richtigen Zeit auf den Markt bzw. ins königliche Opernhaus Covent Garden zu bringen. „Judas Maccabäus“ schrieb Händel für eine nationale Hochstimmung. Das protestantische England hatte mal wieder einen Versuch der katholischen Stuarts aus schottland, den englischen Königsthron zu erobern, blutig niedergeschlagen.
Und der Sieger, ein herzog von Cumberland, liess es sich gerne gefallen, dass man in der Siegesgeschichte des Judas Maccabäus aus dem alten Testament, auch seinen militärischen und politischen Erfolg sehen konnte.

Erzählt wird eine Geschichte aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Das Werk beginnt mit einem Trauergesang zum Tod des Vaters von Judas Maccabäus. Unter der römischen Besatzung werden die Israeliten in ihrer Religionsausübung behindert und von Nachbarvölkern aus Samaria und Syrien und schließlich auch Ägypten bedroht. Der Hohepriester Simon spricht dem Volk immer wieder Mut zu und Judas Maccabäus kann die Feinde besiegen und schließlich ein Friedensabkommen mit den Römern schließen, das den Juden Religiongsfreiheit garantieren soll.

Das renommierte Profi-Orchester La Banda spielt auf historischen Instrumenten.  Und: Die Stimmung der Instrumente ist tiefer als der inzwischen übliche Kammerton A. Und das hat auch Auswikrungen auf den Chor, erklärt Chorleiterin Eva-Maria Atzerodt.

Einen Chor aus „Judas Maccabäus“ kennt jeder - nämlich als Weihnachtslied „Tochter Zion“.

Das Konzert mit dem Oratorium "Judas Maccabäus" von Georg Friedrich Händel beginnt am kommenden Sonntag um 19 Uhr im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt. Um 18 Uhr gibt es eine Einführung zum Inhalt, zur historischen Situation der Entstehungszeit und der historischen Aufführungspraxis von Barockmusik von Michael Würflein, der seit vielen Jahren im Ingolstädter Motettenchor mitsingt und Deutschlehrer am Reuchlin-Gymnasium ist.

Karten gibt es im donuakuier orrice und auch online unter www.motettenchor-ingolstadt.de

 

 

Kulturkanal am 21.11.2019
    
Ihnen gefällt dieser Beitrag?
Dann unterstützen Sie doch
den Kulturkanal!

zurück | Startseite | Macher | Unterstützer | Links | RSS-Feed | Kontakt | Impressum
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.