Gegensätze im Bild: Ausstellung Hans Friedrich

Gegensätze im Bild: Ausstellung Hans Friedrich

von Isabella Kreim

Hans Friedrich hat ab 1960 an den Münchner Kunstakademie u.a. bei Ernst Geitlinger studiert und war einige Jahre Kunsterzieher in Ingolstadt.
Auf den ersten Blick wirkt diese Ausstellung mit Arbeiten aus 6 Jahrzehnten sehr heterogen.
Zeichnungen von Kinderportraits aus den 60er Jahren oder zarte Bleistiftminiaturen von Felsformationen kontrastieren mit großformatigen geometrischen Zeichen in Signalfarben.
Bei genauerem Hinsehen finden sich diese Gegensätze aus gegenständlich und abstrakt, aus malerischem Pinselduktus und gleichmäßig lancierten Flächen, aus Natur und Geometrie auch innerhalb der Bilder. Und dabei überzeugt Hans Friedrich mit originellen und originären Bildfindungen.

Auf seinen Allgäuer Heimatbildern schweben, kreisen oder explodieren im Himmel über der Alpenkette geometrische Formen. Er kombiniert Strenge Rechtecke und Balken mit weichen, organischen Formen, er kontrastiert den Pinselduktus nahezu naturalistischer gemalter Berge mit dem gleichmäßigen Farbauftrag geometrischer Farbflächen oder er malt illusionistische Schatten in seinen konkret wirkenden sogenannten Drehbildern. Was aussieht wie aneinandergesetzte Würfel ist Malerei. Die Schatten zwischen den räumlich wirkenden Elementen sind gemalt. Zwischen den Elementen ist ein winziges Dreieck ausgeschnitten, sodass die Dreidimensionale Illusion perfekt ist.

Ich beginne mein Gespräch mit Hans Friedrich mit dem Bild, das bei Ausstellungen in halb Europa bereits in den 70er Jahren zum Symbolbild für Umweltzerstörung geworden ist: Ein riesige rote Stange durchbohrt den schneebedeckten Berggipfel. Ein frühes Mahnmal der Umweltzerstörung. Plakativ auf den Punkt gebracht.

Kulturkanal am 11.02.2019
    
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