Podiumsdiskussion zur Finanzierung von Kultur

Podiumsdiskussion zur Finanzierung von Kultur

von Isabella Kreim

Kultur ist ja gut und schön, soll aber möglichst nichts kosten. Der Neubau der Kammerspiele in Ingolstadt würde die Stadt so viel kosten wie 300 m Autobahn, rechnete gestern ein kompetenter Zuschauer bei einer Podiumsdiskussion über die Kulturfinanzierung vor.

Wieder einmal herrscht Baustopp beim Museum für Konkrete Kunst und Design auf dem Gießereigelände. Die CSU-Fraktion will einem Weiterbau nicht zustimmen, wenn nicht gravierende Einsparungen im Bau und bei den Betriebskosten vorgenommen werden.
Und auch der Wettbewerb zum Bau der Kammerspiele ist offenbar von Querschlägern bedroht, die mit einer Infragestellung des Standorts am liebsten alles wieder auf Null setzen würden.

Vor diesem Hintergrund fand gestern im Alf-Lechner-Museum eine Podiumsdiskussion zur Kulturfinanzierung statt, veranstaltet vom Donaukurier und der Alf-Lechner-Stiftung.
 Der Anteil der Kulturfinanzierung am Gesamthaushalt der Kommunen bewegt sich im einstelligen Bereich.
Was erhält die Gesellschaft dafür? Eine größere Attraktivität und Identifikationsstiftung für ihre Stadt ? fragte DK_Kulturredakteur Jesko Schulze-Reimpell als Moderator. Und erhielt darauf gleich zu Beginn eine originelle Antwort. An einem Kulturstandort habe jeder Bürger letztlich 300 Euro mehr Lohn im Geldbeutel.  Der Münchner Volkswirtschaftsprofessor Oliver Falck, Leiter des Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien konnte diesen indirekten Effekt anhand eines Forschungsprojekts nachweisen.

Natürlich ging es auch um den Stellenwert und die Wertschätzung der Kultur in Ingolstadt. Kulturreferent Gabriel Engert, Theaterintendant Knut Weber, die Pianistin, Malerin und Grünenpolitikerin Agnes Krumwiede beschrieben, was in den letzten Jahrzehnten an kultureller Vielfalt in Ingolstadt entstanden ist, zeigten aber auch Defizite und Baustellen auf.

Kulturkanal am 24.01.2019
    
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