Sieglinde Botteschs ERD-REICH in der Theatergalerie

Sieglinde Botteschs ERD-REICH in der Theatergalerie

von Isabella Kreim

Einen Tisch mit Samen oder kleinen Kernen in wie eingefroren wirkenden Säckchen hat Sieglinde Bottesch aufgebaut. Wie auf eiem Markt. Aber dies sind keine Erbsen oder Körner, sondern von der Künstlerin aus Ton erzeugte künstliche Erdfrüchte. Paarweise wie ein Zwiebelzopf angeordnete Gebilde aus Gips sehen in ihrer blässlichen Farbe aus wie Brüste.

Die in Siebenbürgern mit dem Kindheitserfahrungen eines selbstverständlichen Lebens mit der Natur und ihren Produkten aufgewachsene Künstlerin bildet aus der Formensprache der Natur Objekte, die zwischen Naturprodukt und Künstlichkeit changieren und subtil archetypische Assoziationen hervorrufen. Samen und Ei, künstliche Wesen, die an Raupen erinnern, Füllhörner, die aufgebrochene Samenkapseln sein könnten, Fruchtbarkeitssymbole und Zeichen der Vergänglichkeit.

Foto: Stefan Wenzl-Lawrence

Kulturkanal am 08.10.2020
    
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