Simone Kermes und Alliage Saxophon-Quintett

Simone Kermes und Alliage Saxophon-Quintett

von Isabella Kreim

Ein außergewöhnliches Konzertprogramm hatte der Konzertverein Ingolstadt als vorletztes Konzert dieser Saison eingeladen.
Die Sopranistin Simone Kermes , die Barock rockt und sich so expressiv in Koloraturen wirft wie Rockmusiker in ein E-Gitarren-Solo und das klassische Alliage Saxophon-Quintett sind eine weitere Alliage, eine weitere Legierung eingegangen und präsentierten französische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts vom Fin de Siecle bis zu Edith Piaf , sowie Leonard Bernstein und Kurt Weill.

Und Simone Kermes, die "Crazy Queen" der Gefühlsextreme der Barockmusik dringt mit gleicher Intensität in einen gefühlvollen Walzer oder eine melancholisch verhaltende Elegie von Eric Satie ein oder gewinnt der Olympia Arie aus Offenbachs Hoffmanns Erzählungen eine durchaus auch komödiantische Umsetzung der puppenhaften Mechanik dieser Figur ab.
Auch wenn sie das berühmte „Je ne regrette rien“ von Edith Piaf oder als Zugabe die „Lilli Marlen“ singt, zeigt sich ihre ganz eigenständige, individuelle Ausdrucksform, die sich weit von den Vorbildern entfernt.

Zum unkonventionellen Witz des Abends trug das wunderbare Alliage Saxophon-Klavier-Quintett mit dem Klangfeuerwerk bei, das sie bei Variationen über Bizets Carmen oder Kurt Weills Dreigroschenoper entfalten konnten, - ein wunderbares Pendant zur Expressivität von Simone Kermes.

Ein Gespräch mit Simone Kermes und dem Saxophonisten Daniel Gauthier.

Foto: js

Kulturkanal am 13.05.2019
    
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