Lesung von Klaus Modick in Eichstätt

Lesung von Klaus Modick in Eichstätt

von Michael Kleinherne

Vor hundert Jahren starb der Schriftsteller Eduard von Keyserling. Der Graf, als junger Mann vom heimischen Gut im Baltikum nach einem Skandal vertrieben, ging erst nach Wien und von da nach München. Dort erkrankte er mit 46 Jahren an der Syphilis und erblindete bald darauf. Erst dann schrieb beziehungsweise diktierte er sein literarisches Werk. Für den Autor Klaus Modick ist Keyserling die Inkarnation des zerfallenen Adels seiner baltischen Heimat: Er sieht ihn als Graf, Dichter und Dandy in einer Person. Modick hat nun einen Roman mit Keyserling als Hauptfigur geschrieben. Der Titel: „Keyserlings Geheimnis“. Aus diesem las er auf Einladung des Kolping-Bildungswerkes im Spiegelsaal der Eichstätter Residenz. Und in der kurzweiligen Lesung und dem anschließenden Publikumsgespräch ging es natürlich vor allem um jenes Geheimnis Keyserlings: Warum wurde er in seiner Heimat zur Persona non grata und musste diese verlassen? Belegt ist, dass der Graf als Student Geld verspielte, das ihm nicht gehörte. Doch das war damals unter jungen Adeligen nichts ungewöhnliches, zudem zahlte der Graf das Geld bald zurück. Modick schrieb dem Dichter deswegen noch eine amour fou mit einer verheirateten Frau zu. Was dabei Fiktion und was Wirklichkeit ist, verriet der Oldenburger Autor im Interview mit Michael Kleinherne für den Kulturkanal.

Klaus Modick: Keyserlings Geheimnis. Verlag Kiepenheuer & Witsch. 20 Euro.

Foto: Dr. Michael Kleinherne

Interview: Dr. Michael Kleinherne

Kulturkanal am 25.10.2018
    
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