Glück und Tod: "Emmas Glück" als Tragikomödie

Glück und Tod: "Emmas Glück" als Tragikomödie

von Isabella Kreim

 Zum Programmzettel von „Emmas Glück“ im Studio, das normalerweise Spielort für Komödien ist, bei denen man höchstens Lachtränen vergießt, erhält man ein Papiertaschentuch. Mit einem Augenzwinkern wird da suggeriert: Ja, es wird gefühlvoll, vielleicht sogar rührselig. Aber die Papiertasche fürs Taschentuch verweist gleichzeitig auf die heiteren Aspekte einer Geschichte, in der es um Krebstod und Sterbehilfe geht, nämlich auf die kuriose Geschäftsidee von glücklichen Schweinen, die von Emmas Hand zärtlich liebkost, mit einem Messerschnitt am Hals glücklich sterben.
Mit wie viel Leichtigkeit werden hier Liebe und Sterben auf die Bühne gebracht!
Bereits die Vorlage, der Erfolgsroman von Claudia Schreiber, enthält diese zärtlich komödiantischen Akzente einer todtraurigen Geschichte.
Heiner Kondschak, Regisseur, Autor und Musiker hat diesen Balanceakt zwischen Tragik und Komik kongenial auf die Bühne gebracht. Seine Bühnenfassung für 3 Schauspieler und zwei Musiker, bereits vor 3 Jahren für das Theater in Meitingen entwickelt, bezaubert auch auf der Ingolstädter Studiobühne.
„Emmas Glück“ ist ein trauriges Märchen und eine zarte Liebesgeschichte mit einer wunderbaren Hauptdarstellerin Sarah Schulze-Tenberge.

Foto: Jochen Klenk

Kulturkanal am 01.10.2018
    
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