Anja Schoellers soziale Kunstprojekte im Kunstverein

Anja Schoellers soziale Kunstprojekte im Kunstverein

von Isabella Kreim

Zu Beginn dieser Kunstausstellung hängt die Reproduktion eines Holzschnitts aus dem Mittelalter. Eine weise Frau, eine Kräuterhexe vielleicht, steht in der Mitte. Ihre Haare reichen zu Sterne und Mond, sie spinnt wohl einen Lebensfaden. Rechts ist mit einem kleinen Weidenzaun ein Bereich für die Kulturpflanzen abgetrennt, links wuchert die ungebändigte Natur. Eine Vermittlerin gegensätzlicher Kräfte also.

Ein wenig so wie eine weise Frau des 21.Jahrhundert, als Vermittlerin Gegensätzlicher Kräfte zwischen urbaner Wirklichkeit mit allen ökologischen und sozialen Problemen und dem Setzen von kreativen und kommunikativen Freiräumen sieht sich auch die Künstlerin Anja Schöller aus Fürth. Einige ihrer zum Projekte stellt sie noch bis 12. August beim Kunstverein Ingolstadt in der Theatergalerie vor. „Gegensätzliche Kräfte. Urbaner Raum und die Relevanz des Körpers“ hat sie dieses Ausstellungsprojekt genannt. Es geht um temporäre Eingriffe in den Stadtraum oder um aktive Teilhabe zum Beispiel von Gefängnisinsassen am Kunstmachen, oder um das Umwidmen ausrangierter Plastikteile als Sitzgelegenheiten für eine kommunikative Situation wie etwa  eine Kaffee-Zeremonie. Es geht um Kunst als Mittel der Bewusstseinsbildung für soziale und gesellschaftliche Fragen.

Foto "Horse Plot": Annahi Weber

Kulturkanal am 30.07.2018
    
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