Die irren Normalen in der "Pension Schöller"

Die irren Normalen in der "Pension Schöller"

von Isabella Kreim

Der lustigste Einfall ist zweifellos der Sprachfehler des jungen Mannes, der kein l sprechen kann und es durch ein n ersetzt. Dennoch will er unbedingt Schauspieler werden, Nessing und Schinner spienen, Wannensteins Nager und Kabane und Niebe. Das ist wirknich nustig.
Matthias Zaijgier exerziert das mit bemerkenswerter Präzision,  und der innere Drang dieses Theaterenthusiasten ist herzerfrischend komisch.
Überhaupt lebt diese Aufführung der „Pension Schöller“ von der ausgefeilten Verve, mit der sich die Schauspieler ins Zeug legen, um diese durchgeknallten Typen zu profilieren.
Die Grundidee: Der reiche Provinzler hält die Gäste der Abendsoiree in der "Pension Schöller" für die Insassen einer Irrenanstalt...
Regisseur Folke Braband beherrscht das Komödienhandwerk perfekt, und er hat zudem noch Geschmack, sodass keine Abstürze in allzu seichte Albernheiten passieren. Und wenn Klamauk und Überdrehtheit, dann als virtuose Choreographie des Irrsinns.

Foto: Ludwig Olah

Kulturkanal am 30.04.2018
    
Ihnen gefällt dieser Beitrag?
Dann unterstützen Sie doch
den Kulturkanal!

zurück | Startseite | Macher | Unterstützer | Links | RSS-Feed | Kontakt | Impressum