Vorbericht Zwei Einakter von Harold Pinter

Vorbericht Zwei Einakter von Harold Pinter

von Isabella Kreim

Zwei kurze Stücke des erfolgreichen britischen Dramatikers Harold Pinter haben heute Abend im Kleinen Haus des Stadttheaters Ingolstadt Premiere.
"Asche zu Asche", uraufgeführt 1996. Mira Fajfer und Claudio Gatzke spielen ein Pärchen. Er fragt, sie erzählt. Ein dritter Mann, Maik Rogge, agiert zunächst stumm, später übernimmt er Textpassagen des Mannes. 
Aber was erzählt die Frau da alles? Von einem gewalttätigen Mann, ihrem Liebhaber, aber auch von Szenen, die sich nach Konzentrationslager und Deportation anhören. Sie erzählt aber auch von einem unschuldigen Stift. Selbst Erlebtes, Angelesenes oder Gehörtes, die Zeit- und Erinnerungsebenen scheinen überblendet. Gerade dass Pinter sein Paar weder zeitlich noch räumlich verortet, ist für Regisseur Boris Brandner das Interessante an diesem Einakter.

Im Zweiten Einakter des Abends, "Der Stumme Diener", spielen wiederum Maik rogge und Claudio Gatzke. Zwei Männer kommen in einen ihnen unbekannten Kellerraum. Sie stellen fest: Diesmal ist das Geschirr hübsch, dafür funktioniert die Klospülung nicht. Sie sind hierher bestellt, um auf ihren Auftrag zu warten. Sie sind Auftragskiller. Doch es kommen nur merkwürdige Botschaften aus dem Lastenaufzug im Raum. Essensbestellungen. Der" Stumme Diener", der Speiseaufzug und ein Schlauch aus der Wand sind der einzige Außenkontakt. Langsam geraten sie in Panik, es ihrem Auftraggeber nicht Recht machen zu können. Aber sie hinterfragen nicht, wem sie es eigentlich warum Recht machen wollen. Regie führt Mona-Julia Sabaschus.

 

Kulturkanal am 27.04.2018
    
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