Lauter Irre in der "Pension Schöller"

Lauter Irre in der "Pension Schöller"

von Isabella Kreim

Zumindest unter Theaterleuten hat sich der Gag, bei klassischen Texten das l durch ein n zu ersetzen über ein Jahrhundert lang als Witz erhalten. Otenno oder Wannensteins Nager. Und die Ortsbezeichnung Kyritz an der Knatter ist über das Theatermilieu hinaus zum Synonym für das geworden, was wir in Bayern Hintertupfing nennen.
Beides entstammt einer 128 Jahre alten Komödie zweier Karnevalisten, Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, die immer wieder auf den Spielplänen steht, „Pension Schöller“. Wohl, weil die Grundidee des Stücks, schon ziemlich irre ist.
Da will ein reicher Provinzler seinen Stammstischbrüdern damit imponieren, dass er ihnen die Insassen eines Berliner Irrenhauses als Attraktion in seinem Herrenhaus bietet. Sein Neffe, in Geldnot, verspricht ihm, ihn in eine private Heilanstalt zu führen. Da er keine kennt, empfiehlt ihm der Kellner die Abendsoiree in der Pension Schöller.  Klapproth, der reiche Provinzler, gespielt von Peter Reisser, glaubt sich in einer Irrenanstalt und hält die Pensionsgäste entsprechend für schwer gestört. Was nicht so schwer ist.
Am Samstag ist Premiere im Stadttheater Ingolstadt, Regie führt Folke Braband.

Kulturkanal am 27.04.2018
    
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