"Lulu" von Frank Wedekind im Stadttheater

"Lulu" von Frank Wedekind im Stadttheater

von Isabella Kreim

Lulu durchläuft einen Männerreigen, der sich als Todesspirale aus Verführung, Macht und Gewalt erweist. Für die Männer und schließlich für sie selbst.
Die Männer sind verrückt nach dieser Kindfrau und dressieren sie nach ihren eigenen Phantasien. Ein bürgerliches Vorzeigeobjekt ist sie als Ehefrau des Medizinalrats, eine unschuldige Eva für den Maler, der sich umbringt, als seine Illusion zerstört wird. Eine wissende Mignon glaubt Dr. Schön, in ihr zu sehen, der sie aus der Gosse geholt und zum Traumbild einer bürgerlichen Ehefrau geformt hat und an seinen eigenen Sohn verliert. Als er sie zum Selbstmord zwingen will, erschießt sie ihn.
Lulu ist eine Femme fatale und gleichzeitig eine Frau, die selbstbestimmt und freizügig nach ihrer eigenen Identität sucht.
Ein Gespräch mit Regisseur Frank Behnke.

Foto by Ludwig Olah: Sandra Schreiber als Lulu

 

Kulturkanal am 25.01.2018
    
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