Ludwig Wilding im Museum für Konkrete Kunst

Ludwig Wilding im Museum für Konkrete Kunst

von Isabella Kreim

Eine Jubiläumsausstellung zum 90. Geburtstag von Ludwig Wilding zeigt das MKK derzeit im Erdgeschoss. Wir haben die Ausstellung mit der Witwe des 2010 verstorbenen Künstlers, Ingeborg Wilding, besucht. Und wir lassen diesen Meister der optischen Täuschung auch noch einmal selbst zu Wort kommen.
Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick aussieht. 34 kleinere Formate, meist Schwarz-Weiß aus 4 Jahrzehnten. Auf den ersten Blick unspektakulär. Welche Sensationen sich dann bei der genaueren Betrachtung auftun, war bei der hervorragend besuchten Ausstellungseröffnung zu beobachten. Mit geradzu kindlicher Entdeckerfreude machten sich die Besucher gegenseitig darauf aufmerksam, was sich bei den einzelnen Arbeiten für unerwartete Wahrnehmungs-Phänomene zeigen.
Durch die Überlagerung von Linien oder Rastern auf mehreren Ebenen z.B. auf Plexiglas entstehen Schein-Bewegungen im Bild. Flächen schieben sich in Schein-Räume, Räder rotieren, Moiréeffekte entstehen. Und sogar Farben scheinen sich zu verändern. Es kommt auf den Standpunkt an. Ganz wörtlich genommen. Zauberei? Nein ein virtuoses Spiel mit den Besonderheiten unserer visuellen Wahrnehmung.
Bereits seit den 1960er Jahren hat Ludwig Wilding mit optischen Phänomenen experimentiert.
Und sein „Trau deinen Augen nicht“ sei heute aktueller und politischer denn je, sagte Museumsdirektorin Dr. Simone Schimpf bei der Ausstellungseröffnung.

Kulturkanal am 10.12.2017
    
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