Donald Berkenhoff über Inszenierung "Fall der Götter"

Donald Berkenhoff über Inszenierung "Fall der Götter"

von Isabella Kreim

Drei Generationen einer Industriellenfamilie, ein Rüstungskonzern in Familienbesitz. Zum Geburtstag des Patriarchen entbrennen die Machtkämpfe innerhalb der Familie mit den brutalen Mitteln eines Shakespeareschen Königsdramas: Mord, Denunziation, Intrigen, Vergewaltigung.
Vor allem aber geht es um das Verhalten gegenüber einer neuen, durch einen Staatsstreich an die Macht gekommenen autoritären Regierung.

In Viscontis Film „Die Verdammten“ von 1969 war es der Nationalsozialismus, mit dem die Rüstungsfirma skrupellos weiter Geschäfte machen wollte. Krupp-Stahl aus Essen war Vorbild für diese Familie Essenbeck.
Auf der Basis einer Bühnenfassung des Holländers Tom Blokdijk hat Regisseur Donald Berkenhoff die Bezüge zu den aktuellen totalitären Entwicklungen in der Türkei, in Putins Russland und nicht zuletzt dem Wahlausgang für die AfD geschärft. Denn es geht um den Umbruch von einer Demokratie zu einer Diktatur mit Putsch, Massenverhaftungen der Oppositionellen, dem Beschneiden von Presse- und Meinungsfreiheit.
Ein Gespräch mit Regisseur Donald Berkenhoff...

Foto: Jochen Klenk

 

Kulturkanal am 06.10.2017
    
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