Fotoausstellung Christian Werner "Stillleben BRD"

Fotoausstellung Christian Werner "Stillleben BRD"

von Isabella Kreim

Wie ist sie heute noch zu begreifen, die Kleinbürgermentalität in der Konrad-Adenauer-Ära und des Wirtschaftsaufschwungs?
Eine Ahnung davon vermittelt die Fotoausstellung „Stillleben BRD" von Christian Werner, die derzeit in der Städtische Galerie im Theater Ingolstadt zu sehen ist. Es ist der Blick auf das Interieur eines einzigen Hauses nach dem Ableben eines 80jährigen, also der Generation, die im Krieg und in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist. Und mit den Besitzern stirbt auch zumindest diese Ausprägung bundesrepublikanischer Alltagskultur, die weitgehend aus den 50er und 60er Jahren stammt. Und in diesem Fall aus dem katholischen Umfeld von Paderborn.
Christian Werner denunziert nicht. Sein Blick ist nahezu zärtlich interessiert an jeder Ecke und jedem Winkel, dieser Mischung aus praktischem Alltagsarrangement und Dekoration. Und gerade mit seiner Unvoreingenommenheit erreicht Christian Werner das Ziel, ein Bild einer bestimmten Wirklichkeit der alten Bundesrepublik zu zeigen, um auch etwas über die eigene Herkunft zu erfahren.

Gespräche mit Christian Werner und der Kuratorin Amely Deiss vom Kunstpalais Erlangen, in dem die Ausstellung bereits im letzten Jahr zu sehen war.

Geöffnet Do - So, 12 - 18 Uhr

Kulturkanal am 16.06.2017
    
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